Schwangerschaftsbauch

Wie alles begann, das Mama sein

Wie es begann…

Wie es begann, das Mama sein. 2014 war unser Jahr. Wir kauften zuerst unser Zuhause, sanierten, renovierten und zogen ein und Ende des Jahres wurde ich schwanger. Wir hatten es schon eine Weile vergeblich versucht und es schlich sich bereits die Angst ein, dass es nicht funktionieren könnte und dann habe ich es gefühlt, bevor der Schwangerschaftstest positiv war – wir bekamen ein Baby!

Die Schwangerschaft verlief sehr gut, wenn man von der anfänglichen Übelkeit einmal absieht. Diese hat mich allerdings einiges an Kraft und Nerven gekostet. Die ersten sechs Wochen war alles bestens. Na gut, ich war müde – sehr müde, aber sonst ging es mir gut. Dann kam die Schwangerschaftsübelkeit inklusive täglich mehrmaligem Erbrechen. Am schlimmsten war es abends und ich lief zeitweise alle 20 Minuten ins Bad. Eines abends saß ich dann sogar heulend auf dem Sofa und war einfach nur total fertig. Gott sei Dank endete das Ganze aber im vierten Monat.

Die restliche Zeit verlief ohne Probleme. Ich hatte einen riesigen Bauch, der mich zwar recht schnell ziemlich stark einschränkte, aber ich war auch ziemlich stolz darauf und trug ihn auch so durch die Welt. Meine Hormone entwickelten sich prächtig und sorgten zeitweise für recht seltsame Stimmungen. So schauten wir beispielsweise eines abends im Fernsehen dabei zu, wie ein weiblicher C-Promi einen Heiratsantrag bekam. Dieser war objektiv betrachtet total unromantisch, aber ich heulte vor Überwältigung wie ein Schlosshund. Mein Mann schaute mich nur irritiert an.

Zwischenzeitlich machte ich mir ein paar Gedanken um mein Gewicht und wenn man dem was man so liest Glauben schenkend darf, hätte ich gemessen an meinem Ausgangsgewicht ca. 12 kg zunehmen dürfen. Nun ja, es wurden 8, 10, 12 … 20 … und letztendlich wog ich 23 kg mehr. Ich nahm es dann recht gelassen und zwei Wochen nach der Geburt waren 19 kg schon wieder weg, ohne dass ich etwas dafür getan hätte. Die restlichen vier hielten sich zwar etwas länger, verschwanden dann aber auch von ganz allein.

Einziges Manko an der starken Gewichtszunahme war, dass mir zum Ende hin wahnsinnig die Füße schmerzten. Das ließ sich durch Einlagen vom Orthopäden aber schnell in den Griff kriegen.

Im fünften Monaten machten wir noch einen größeren Urlaub. Sozusagen den letzten als Nicht-Eltern. Wir sind eigentlich begeisterte Fern-Reiser, aber da ich es mit der Ernährung sehr genau nahm und mir sowohl Sauberkeit als auch eine gute medizinische Versorgung wichtig waren, entschieden wir uns für eine Kreuzfahrt. So sahen wir fremde Länder, hatten aber die gewohnte Küche und unserer ordentliches Zimmer immer mit dabei und außerdem einen Arzt an Board. Der Zeitpunkt der Schwangerschaft war ideal für eine Reise, da es mir sehr gut ging. Ich konnte sogar in Jordanien noch knapp 10 km bei recht hohen Temperaten laufen, um die Felsenstadt Petra zu besichtigen. Das einzige was ich nicht mehr machen würde, war der Flug von 6 Stunden Dauer. Ich wusste irgendwann einfach nicht mehr wie ich sitzen sollte und ging dann zwischendurch immer wieder für ein paar Dehnübungen auf die Toilette.

Unser Baby wuchs und gedieh und wir waren bei jedem Untersuchungstermin völlig verzaubert und machten immer Videos vom Ultraschallmonitor um unseren Schatz zu Hause weiter anhimmeln zu können.

Im Laufe der Schwangerschaft stellte sich heraus, dass wir ein sehr großes Baby bekommen würden. Er wurde auf 4600 g geschätzt und ich bekam einen Termin zur Vorbesprechung beim Chefarzt im Krankenhaus. Nach Absprache mit diesem war es aber gefahrlos möglich, dass ich versuchen würde, unseren Sohn auf normalem Wege zu bekommen. Außerdem kam es ja schon öfter vor, dass die Schätzungen völlig falsch waren.

Der Geburtstermin kam also heran und wir waren an diesem Tag sogar noch zum Abendessen auf der Hochzeit einer sehr guten Freundin. Ich wollte zwar nicht mehr die ganze Nacht feiern, aber sie in ihrem Kleid sehen und gratulieren können war mir sehr wichtig. Und was sollte schon passieren? Die Kliniktasche hatten wir dabei und im schlimmsten Falle wäre mir im Festsaal die Fruchtblase geplatzt.

Mit zwei Tagen Verspätung kündigte sich unser Schatz dann dann. Ich musste in der Nacht schon stündlich zur Toilette und ahnte, dass sich etwas tut. Morgens um 4 hatte ich dann leichte Wehen, konnte aber noch eine Stunde weiterschlafen. Um 5 entschied ich dann in die Badewanne zu gehen, da man so ja angeblich merkt, ob es sich um richtige Wehen oder Übungswehen handelt. Die Wehen blieben und ich rief den werdenden Papa an, der gerade Feierabend machen wollte. Ich war absolut tiefenentspannt und er dafür aufgeregt für zwei. Er kam sofort nach Hause und fragte ganz hektisch, was er denn nun tun sollte. Um sechs kamen wir dann im Krankenhaus an.

Ich war fest entschlossen keine PDA zu wollen. Ganze 9 Stunden hielt diese Entschlossenheit auch an und dann wollte ich unbedingt SOFORT eine PDA. Diese wirkte dann leider nur zwei Stunden, da sie falsch gesetzt war und danach kehrten die Wehen in voller Intensität zurück. Ich übergab mich bei jeder Wehe. Da der Muttermund sich den letzten Zentimeter nicht öffnen wollte, bekam ich einen Wehentropf. Der hatte jedoch nicht den gewünschten Erfolg und nach insgesamt 17 Stunden Wehen bekam ich dann einen Kaiserschnitt. Leider in Vollnarkose, da es über die falsch gesetzte PDA ja nicht möglich war eine Betäubung meiner unteren Körperhälfte durchzuführen.

Mein Sohn war 54 cm groß und wog 4700 g und wir sind seitdem die glücklichste kleine Familie der Welt.

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